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The Other View

Die spannendsten Thesen für den pseudo-Sino-Pakistan Experten – Letzter Teil der Sino-Pak Serie

7. Ausgabe der Sino-Pakistan Serie

Teil I Teil II Teil III Teil IV Teil V Teil VI

Das offizielle Chinesisch-Pakistanische Friendship Jahr ist vorbei, eine chinesische Frau wurde in Peshawar als Antwort auf die kürzlich wieder in den Medien aufscheinenden Riots in Xinjiang erschossen, und wir schliessen damit diese Serie hier auch. Zum Schluss gibt es die spannendsten Theorien zu dieser Beziehung, über die sich trefflich diskutieren lässt ohne auch nur einen Schimmer einer Ahnung zu haben – ganz im Stile der hier in den letzten Teilen vorgestellten medialen Auseinandersetzung mit diesen zwei Ländern.

Das Bahnnetz

Der Handel zwischen China, den zentralasiatischen Republiken, vor allem aber Afghanistan und Pakistan wächst stetig. Sowohl die Karakorum Route als auch die Verbindung über das südliche Kyrgyzstan ist mitunter unverlässlich. Regelmässig schliessen Länder in der Region irgendwelche Goodwill-MoUs ab und haluzinieren von Direktverbindung über den Pamir und den Karakorum. Feasability Studien wurden angeblich gemacht (ich glaube nicht einmal das), passieren tut und wird in den nächsten Jahrzehnten nichts.

Eine interessante Seite zum Bahnnetz in der Region mit Fokus auf Afghanistan findet sich hier.

Der KKH

Ein Grund warum China nach anderen Routen Richtung Arabisches Meer sucht, ist die geologische und politische Unsicherheit entlang dem KKH. Seit Jänner 2010 steht er im oberen Hunza noch dazu unter Wasser, der Seespiegel wurde erst dieses Wochenende das erste mal signifikant gesenkt )auf den Bildern erkennt man auch die bereits begonnenen Ausbauten der Chinesen vor der Überschwemmung). Die Planungen um den KKH um 30 nach oben zu verlegen haben bereits begonnen. Wie lange das dauern wird und ob es überhaupt so durchgeführt wird ist derzeit mehr als fraglich.

Der Wakhan

Über den Landgrab der Chinesen im tajikischen Pamir habe ich bereits geschrieben. Eine Theorie erklärt diesen eher untypischen Schachzug mit der Sicherung der glazialen Wasserresourcen, ich glaube eher, dass sich China einen sicheren Zugang zum Wakhan erhalten will um in Zukunft hier eine Strasse direkt von China nach Afghanistan zu bauen. Reine Spekulation ohne irgendeinen Beweis. Aber es wäre eine Autobahn in malerischer Natur.

Der Kashmir

Indien ist fest davon überzeugt, dass China seine Truppen im pakistanische Kashmir stationiert hat und bringt dieses Thema auch regelmässig bei bilateralen Gesprächen auf den Tisch. China negiert diesen Vorwurf gar nicht dayidiert, trotzdem reden beide Seiten wohl von einem Hirngespinnst, das sich gut gebrauchen lässt um in den eigenen nationalen Medien den harten Verhandler zu spielen und andere wichtigere Themen, die sich aber weniger gut verkaufen lassen, unter den Tisch zu kehren.

Jeder ist eingeladen seinen Senf dazuzugeben. Er wird damit keinen Unterschied machen, nur weiss es ForeignPolicy auch nicht besser.

Choda Hafeez and ZaiJian.

About Jakob Steiner

... lived, worked and studied in Australia, Europe and Asia.

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